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Süß oder salzig?


Von Managerinnen und Managern wird ja viel gefordert. Nicht nur, dass sie den Businessjumbo souverän in der Luft halten - sie sollen sich auch mit Empathie um Crew und Passagiere kümmern. Klar, unzufriedene Kollegen könnten sich einen Fallschirm schnappen oder still und leise die Airline wechseln.

Die Erwartungen in der Kabine sind hoch: Eine sichere Passage, gekühlte Getränke, ein Snack für alle Ernährungsvorlieben, umfassende Informationen zu Wetter, laufenden Fussballspielen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Der Kapitän übernimmt die Nackenmassage, den Rest kann der Autopilot erledigen.

„Fly the aircraft first“ heißt es unter Piloten. Auch Unternehmensluft hat selten Balken, und es Bedarf einiger Anstrengung, die Nase oben zu behalten. Wenns nach mir ginge, sollte man sich im Cockpit darauf konzentrieren - und mich vernünftig einbeziehen. Wenn Turbulenzen kommen, sitzt jeder wieder an seinem Platz, und das Catering wird eingestellt. Ein kostenloser Müsliriegel und löslicher Kaffee aus dem Pappbecher sind nett, aber im Zweifel ein entbehrliches Extra. Solange das Reiseziel stimmt und die Behandlung freundlich ist, bleib ich gern an Bord.